Neuerscheinungen

Simon hat den Willibert in der Hosentasche. Wie gut, dass nicht er, sondern sein kleiner Freund die Streiche macht, die Mutter so aufregen. Doch als eines Tages die Sache mit dem Schokopudding passiert, wird es auch Simon ein wenig unheimlich zumute. Eine Geschichte über Trotz und Eigensinn für Kinder ab 4 Jahre zum Vorlesen und Anschauen. Mit Bildern der Kleinmachnower Künstlerin Male Springborn.

Die Treisberger Geschichtenerzählerin Walburga Kliem nimmt uns mit auf ihre Sagenwanderungen durch den Taunus! Im Rucksack steckt der sechste Band des Westentaschenerzählers.

Die Berliner Autorin Marion Dehne erzählt in vier Poesiegeschichten zeitlos schön über ungleiche Paare. Der Schwache gewinnt durch seine Unbekümmertheit, der Starke kann zurückstecken. Auch er muss sich mitunter trollen.

Der Erzählverlag baut seine Lehrmittelsparte mit einer neuen Reihe aus. Seine "Reihe Erzählhefte" helfen Lehrerinnen und Lehrern, sich Mythen, Sagen, Märchen oder andere Geschichten zügig zu vergegenwärtigen, um sie im Unterricht frei und ansprechend erzählen zu können. Der Kniff: Eigene Fragen und innere Bilder machen es unnötig, lange Texte auswendig zu lernen. Zwei erste Ausgaben der "Reihe Erzählhefte" sind nun erschienen.

Kommen wirklich nur noch Berlin-Touristen und Grundschüler mit den Gründungssagen der Hauptstadt in Berührung? Abseits der alljährlichen Nikolai-Festspiele hält die Wünsdorferin Kati Pfau die mittelalterlichen Sagen aus der Mark Brandenburg auch auf den anderen Erzählbühnen des Landes lebendig. Dabei versteht es die Geschichtenerzählerin und Moderatorin, die Alt-Berliner Sagen mit Fantasy und Romance zu verbinden. Jetzt sind sechs ihrer Bühnenerzählungen im Erzählverlag erschienen.

Die Frauen und Männer, von denen die Berliner Autorin Eike Kathrin Asen in ihren Kurzgeschichten und Gedichten erzählt, sind verletzlich und verletzend zugleich. Der Irrsinn der Liebe geht einher mit dem Irrsinn des Lebens, den die Autorin virtuos bis zur Fantastik auszureizen versteht. Ihre feinen Beobachtungen aus dem zwischenmenschlichen Alltag sind leise, lakonisch, zuweilen derb. Lesetipp!

Kaum zu glauben: Doris Fortin schrieb und illustrierte die Geschichte des kleinen Strichmännchens Minilin als ihre Kinder zwei, drei Jahre alt waren. Nun sind sie längst selbst Eltern von Leseratten, die die Geschichten und Gedichte ihrer Großmutter lieben. So fand dieser Text jahrzehntelang Anklang in Familie und Kindergärten, beschreibt Doris Fortin doch fein und genau das Leben der Tiere und die Naturphänomene, wie Minilin sie durch das Jahr stets besser verstehen lernt. Wohltuend!

Janine Schweiger erzählt seit zwölf Jahren Märchen und Geschichten auf der Bühne. Für Kinder hat sie vielerlei Märchen im Repertoire, vor allem die volkstümlichen "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Das Besondere: Janine Schweigers Bühnendarstellungen der Grimmschen Märchen nehmen den Faden einer gern übersehenden Erzähltradition wieder auf, wonach die mündlichen Erzählungen weitaus mehr einer Variabilität unterworfen waren als es die verschrifteten Texte Glauben machen.

Unsere jüngste Autorin Male Springborn hat mit gerade einmal 13 Jahren ein Bilderbuch illustriert und getextet. Das Buch entstand als Achtklassarbeit in ihrer Schule. In der aktuellen Ausgabe der Schulzeitung der Freien Waldorfschule Kleinmachnow ("Durchblick" Ausgabe 207), hat sie darüber geschrieben.

Warum wurde dieses Buch nicht schon eher geschrieben? Über einhundert Jahre alt ist die deutsche Bahá'í-Gemeinde, doch das Wirken ihres Mitbegründers, des Konsuls und Kommerzienrats Albert Schwarz aus Stuttgart und Ehrenbürger Bad Mergentheims ist fast vergessen. Nun würdigt Guido Ettlich im Erzählverlag seine außerordentlichen Fähigkeiten in Kultur und Religion genauso wie in Wirtschaft und Finanzen. Es öffnet sich eine neue Welt in das frühe 20. Jahrhundert.

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