Portrait Peter Amsler, Gründer und Gesschäftsführer

Peter Amsler

Gründer und Geschäftsführer des Erzählverlags

 

 Foto: Carsten Scheibe/Zehlendorf aktuell

Wir erzählen immer. Wir können gar nicht anders. Wir haben eine Erzählkultur, sogar hier bei uns im unterkühlten Norden, wo wir mit unseren Inhalten und Absichten gleich zur Sache kommen. Doch dann ist unsere Erzählung selten bewusst geformt.

Wenn wir neben dem sprachlichen Inhalt noch der Form unserer Sprache Beachtung schenken - Atem, Stimme, Körper, Bildhaftigkeit usw. - dann gestaltet sich das Erzählen. Erst dann sprechen wir von Erzählkunst. Der Erzählverlag fühlt sich beiden Richtungen des freien mündlichen Erzählens verpflichtet.

Das künstlerische Erzählen findet auf der Bühne statt oder als heilsames Erzählen in den Alten- und Pflegeheimen, in den Kinderhospizen, in Flüchtlingsunterkünften und überall dort, wo sich Menschen in Krisensituationen befinden. Besonders an diesen Orten kann sich ein sozialer Raum öffnen, der ins biografische Erzählen übergeht. Das bewusste Einflechten von Bildern und Metaphern findet auch im Storytelling des Wirtschaftslebens statt.

Angefangen haben wir im Jahr 2018 aber mit der Förderung des pädagogischen Erzählens in Schulen und Kindergärten.

Zu Beginn stand die Idee, bewährte Erzähltexte für den Schulunterricht vor dem Vergessen zu retten. Mittlerweile haben sich viele weitere Publikationen zur Förderung von Kunst und Kultur des Erzählens dazugesellt.

So entstand über die letzten drei Jahre mit dem Erzählverlag eine Plattform aus Autorinnen und Autoren und festen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht nur Bücher und Erzählhefte, sondern auch Seminare und Workshops für das freie mündliche Erzählen anbietet.